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Yoga und Kinderwunsch

Ich erinnere mich an meinen ersten Yogakurs, an dem ich teilgenommen hatte, das war lange vor meinem Kinderwunsch. Es ist jetzt genau 23 Jahre her. Mein Mann meinte, wir sollten doch mal etwas für unsere Entspannung tun – und wir könnten doch mal Yoga ausprobieren.

Ich erinnere mich an den ersten Tag in der Yogagruppe: Es gab dort einen Gymnastikraum mit grauem Fußboden. Wir sollten unsere Matten im Kreis auslegen. Ein netter Yogalehrer erklärte uns einiges zu Yoga, dann konnten wir starten. Mir war alles zu langsam und zu langweilig. Ich dachte: „Oh, mein Gott, wie soll ich diese Stunde überleben?“ Ich dachte einfach, dass Yoga nichts für mich sei. Doch nach danach ließ mich der Gedanke an Yoga nicht mehr los. Obwohl ich diese Schnupperstunde überhaupt nicht gemocht hatte, hat Yoga einen Ruf in mir ausgelöst.  Ich schaute mich um, ob es bei uns weitere Yogaangebote gab.

Ich fand einen neuen Kurs und war sehr gespannt, ob der Kurs anders war und ob Yoga für mich doch interessant sein würde.

Dieses Mal war ich vollkommen überrascht: Eine nette aufgeschlossene Yogalehrerin sagte zwei Sätze und dann konnten wir starten. Beim Sonnengruß merkte ich: „Ja, genau, das ist die Bewegung, die ich liebe und die mir guttut.“ Mein Gesicht strahlte und ich war sehr glücklich, Yoga für mich entdeckt zu haben. Mittlerweile sind seit dem Tag in der Hungener Volkshochschule 23 Jahre vergangen. Ich habe Yoga schätzen gelernt und mich immer wieder weitergebildet. Ich liebe Yoga. Und Yoga liebt mich. Mich hat Yoga gelehrt, bei mir, in meiner Kraft zu bleiben, achtsam zu sein und durch die Verbindung zum Herzen dem Leben zu vertrauen. Yoga hilft mir, trotz des turbulenten Alltags klar und strukturiert zu sein.

Yoga hat sich in all den vielen Jahren weiterentwickelt in die unterschiedlichsten Richtungen. Es hilft dabei, Entspannung, Ruhe, Kraft und Flexibilität zu kultivieren.

Yoga ist so bekannt wie nie zuvor. Yoga ist ursprünglich dafür gedacht, den Körper durch die Körperhaltungen, die man Asanas nennt, bereit zu machen, um in Meditation sein zu können.

Entspannung während des Kinderwunsch

Heute, in unserer stressigen und leistungsorientierten Welt, brauchen wir Yoga umso mehr, um unseren Körper zu stärken, zu dehnen, beweglich zu sein und kraftvoll zu machen und unseren vielbeschäftigten Geist zur Ruhe kommen zu lassen.

Yoga bietet neben Flexibilität, Muskelaufbau und Entspannung viele weitere Vorteile – einschließlich der Verbesserung der Fruchtbarkeit. Yoga ist eine großartige Möglichkeit, sich auf eine Schwangerschaft vorzubereiten und schwanger zu werden.

Große Yogastudien haben herausgefunden, dass Yoga hilft, Stress zu reduzieren. Stress kann eine mögliche Ursache für Fruchtbarkeitsprobleme bei Frauen und Männern sein. Bei Stress im Berufsleben, finanziellen Sorgen und einem stressigen Privatleben lässt sich leicht erkennen, dass Menschen nicht in ihrer Balance sind und sich unter Druck fühlen. Wenn dann noch die Anspannung des nicht erfüllten Kinderwunsches hinzukommt, ist es kein Wunder, dass Experten raten, den Stresspegel zu senken. Wenn Frauen sich gestresst oder ängstlich fühlen, kann dies die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Yoga ist eine wunderbare Möglichkeit, inneren Druck und Stress zu reduzieren und dies unterstützt dabei, fruchtbarer zu werden.

Wie kann Yoga mich im Kinderwunsch unterstützen?

Was bewirkt Yoga im Körper?

Warum ist eine regelmäßige Yogapraxis hilfreich

Yoga gibt uns eine innere Struktur im Leben. Es hilft uns, mehr nach innen zu schauen. In der Kinderwunschzeit haben wir große Herausforderungen zu bewältigen:

  • die emotionalen Hürden, wenn sich der Kinderwunsch lange nicht erfüllt hat,
  • die Frustration, wenn sogar die unterschiedlichsten Kinderwunschbehandlungen nicht zum Erfolg führen,
  • die körperlichen Belange durch Hormonbehandlungen,
  • die Aussagen über Befunde, die es uns schwer machen zu vertrauen.

Das monatliche Hoffen und Bangen führt dazu, dass unsere Gefühle Achterbahn fahren. Hier hilft Yoga, den Körper zu stärken und über die bewussten Atemübungen tief ins Innere einzutauchen.

Was wir durch Yoga lernen: Durch Yoga lernen wir uns wieder selbst zu vertrauen, den eigenen Körper zu beachten, ihn anzunehmen, wie er ist, auch wenn es gerade schwer ist. Yoga hilft, den Körper und die Hormone ins Gleichgewicht zu bringen.

Wenn du dich zu einem Kurs anmeldest oder einen festen Termin in deinen Alltag einbaust – einen Termin mit dir selbst machst – gibt dir dieser Termin Struktur und Sicherheit. Du richtest dich danach aus, du kümmerst dich um dich. Yoga hilft dir, dich innerlich zu ordnen, einen neuen Focus zu setzen, zum Beispiel entspannt, beweglicher, innerlich in Verbindung mit dir selbst zu sein oder auch positiver gestimmt zu sein.

Yoga gibt dir und deinem Körper eine innere Stabilität.

Yoga stärkt das Hormonsystem und erhöht die Durchblutung der Fortpflanzungsorgane.
Je mehr Blut zu den Fortpflanzungsorganen fließt, desto mehr Sauerstoff und Nährstoffe erhalten sie. Ein erhöhter Blutfluss nährt die Gebärmutterschleimhaut und kann die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung erhöhen.
Die durch Yoga erlernte Ruhe und Stärke kann zu einer positiveren Denkweise beitragen. Durch die Anwendung von Atem- und Entspannungstechniken lernst du auch in Phasen der Sorge und Angst, dich selbst zu zentrieren und zu regenerieren. Wenn negative Gedanken auftauchen, lernst du diese auszuatmen und dich auf das Positive und deinen Herzenswunsch zu konzentrieren.

Yoga hilft dir, dich selbstbestimmt zu verhalten und zu erkennen, was dein Körper wirklich braucht, und ihm das zu geben, was er braucht. Yoga hilft, das körperliche Gleichgewicht herzustellen – ein Gleichgewicht zwischen allen Körperfunktionen sowie den Fortpflanzungsorganen. Frieden und Ruhe in dein Körper zu bringen. Den unruhigen Verstand zu beruhigen und bessere Gedankenkontrolle zu ermöglichen, sich selbst wieder mit dem eigenen Körper zu verbinden, Raum für Selbstliebe zu schaffen und das Gefühl zu lösen, der Körper gehöre den Ärzten, eigene Kontrolle über den Körper zurückzugewinnen und eigenverantwortlich mit sich selbst sein. Dankbarkeit für sich selbst und den eigenen Körper zu erhalten und durch den Abbau von Stress und Druck bedingt durch den langen Kinderwunsch eine innere Balance zu bekommen. Die Nähe und die Freude in der Partnerschaft wieder zuzulassen, die durch den nicht erfüllten Kinderwunsch verloren gegangen sind. Ein Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Herz herzustellen und den Energiefluss anzuregen, auszugleichen und das Drüsen- und Nervensystem zu stärken, gelassener und liebevoller mit sich zu sein und sich dem Fluss des Lebens wieder hinzugeben. Die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, schwanger zu werden. Die Durchblutung der Fortpflanzungsorgane zu erhöhen und  die Bildung eines gesunden Immunsystems zu unterstützen.

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